Vor etwa zwei Wochen hat Just Flight angekündigt, dass derzeit am Nachfolger für die 146 Professional – Spitzname “Jumbolino” – gearbeitet wird. FSNews24 hat unter

Just Flight: Jetzt kommt “Jumbolino” Nachfolger

berichtet.

Nun werden auf der Developmentseite von Just Flight die signifikantesten Unterschiede zwischen der 146 Professional und der RJ Professional erklärt und mit entsprechenen Bildern untermauert.

Äußerlich gibt es nur kleinere Unterschiede, wie Sondenkonfigurationen, etwas größere und leistungsstärkere Triebwerke und 29 neue Lackierungen.

Die wichtigsten Upgrades betreffen das Cockpit. Die meisten Unterschiede finden sich auf der Hauptinstrumententafel und der hinteren Mittelkonsole, aber es gibt Änderungen im gesamten Cockpit, da die Instrumente und Bedienelemente auf modernere, digitale Versionen aufgerüstet wurden.

Am augenscheinlichsten ist, dass die traditionellen analogen ADI-, HSI- und Triebwerksinstrumente der 146 durch ein elektronisches Fluginstrumentensystem (EFIS) ersetzt wurden, das aus einer primären Fluganzeige (PFD), einer Navigationsanzeige (ND) und primären Triebwerksanzeigen (PEDs) besteht. Standby-Instrumente sind immer noch vorhanden, unterscheiden sich aber auch im Design von denen in der 146.

Ein weniger verbreitetes Display, das eingebaut wurde, ist ein digitaler metrischer Höhenmesser, der sich unter dem linken VSI befindet. Dieser zeigt die aktuelle und gewählte Höhe in Metern an. Neben den PEDs auf der mittleren Instrumententafel wird das zentrale Warnpanel (CWP) jetzt durch ein zentrales Statuspanel (CSP) ergänzt, das die Warnungen, Vorsichtshinweise und Statusbeschriftungen zur einfacheren Überwachung trennt.

Die Triebwerkssteuerung wird jetzt durch ein vollwertiges digitales Steuerungssystem (FADEC) bereitgestellt, wobei ein Thrust Rating Panel (TRP) das TMS-Panel des 146 ersetzt. Außerdem befindet sich auf dem rechten Instrumentenbrett eine digitale „QUAD“ -Anzeige zur Überwachung des Kabinendruckregelsystems.

Das leistungsfähigere digitale Flugleitsystem (FGS) wird vom Mode Control Panel (MCP) auf dem mittleren Glareshield gesteuert, das im Design dem der 737NG Reihe sehr ähnlich ist. Das MCP ist intuitiver als das 146-Autopilot-Bedienfeld und steuert alle Autopilot- und Autothrottle-Funktionen, einschließlich LNAV, VNAV und Autoland.

Die RJ ist mit zwei GNLU-910 FMSs ausgestattet. Navigationsinformationen werden durch eine Kombination aus Trägheitsreferenzsystem (IRS) und GPS bereitgestellt. Zwei EFIS-Bedienfelder (ECPs) ermöglichen die Steuerung von PFD und ND.

Auf der hinteren Konsole befinden sich zwei Radio Management Panels (RMPs), mit denen die aktiven und Standby-Frequenzen von COM 1 oder 2 eingestellt werden. Dualer ADF-Controller, Transponder und Bremstemperaturanzeige sind ebenfalls eingebaut, zusammen mit einem Flugdatenschreiber (FDR), einem Notrufsender (ELT) und einer Cockpit-Türverriegelung.

Einige kleinere Unterschiede sind auf der linken und rechten Seitenkonsole zu finden, darunter verbesserte Audiowähler und Cockpit Voice Recorder (CVR), vereinfachte Sauerstoffsystemsteuerung und IRS-Modussteuerungen.

Die offensichtlichste Änderung am Overhead-Panel ist das vollautomatische Kabinendruckregelsystem, das über eine digitale Anzeige verfügt und eher dem ähnelt, was in einer 737NG zu finden ist, was dazu beiträgt, die Arbeitsbelastung des Piloten zu reduzieren.

Das Endergebnis all dieser Upgrades ist ein Cockpit, das dem Aussehen und der Bedienung der Airbus- und Boeing-Typen durchaus ähnelt.

Ein Veröffentlichungsdatum für die RJ Professional wurde bislang nicht bekanntgegeben.