X-Plane 12.4.1: Notstrom-Turbine und 20% mehr Performance
Nach einem rund dreiwöchigen Betatest hat Laminar Research Version 12.4.1 des X-Plane für alle Nutzer ausgerollt. Das Update bringt nicht nur technische Finessen unter der Haube, sondern wertet vor allem den hauseigenen Airbus A330 und die globale Immersion auf.
Airbus A330: Notfallsystem und neue Optik

Der Airbus A330-300 steht im Mittelpunkt dieses Updates. Die wichtigste technische Neuerung ist die voll funktionsfähige Ram Air Turbine (RAT). Dabei handelt es sich um ein Notstromaggregat – ein kleiner Propeller, der bei einem totalen Hydraulik- oder Triebwerksausfall automatisch ausklappt, um die wichtigsten Flugsysteme mit Energie zu versorgen. In der neuen Version ist die RAT nicht nur simuliert, sondern auch am Außenmodell sichtbar animiert.

Zudem wurde das TCAS (Traffic Collision Avoidance System) deutlich aufgebessert. Dieses System überwacht den Luftraum und warnt Piloten vor drohenden Kollisionen mit anderen Flugzeugen. Die neuen akustischen Warnmeldungen entsprechen nun exakt den realen Vorbildern und geben präzise Anweisungen für Ausweichmanöver (Resolution Advisories).

Optisch gibt es ebenfalls ein Highlight: Eine neue Sonderlackierung wurde hinzugefügt. Das Besondere: Die Livery vereint die Namen aller Mitarbeiter von Laminar Research, die an der Entwicklung dieses Flugzeugs beteiligt waren und sind.
Mehr Leistung
Unter der Haube hat Laminar an der Performance-Schraube gedreht. Durch eine effizientere Verteilung der Datenverarbeitung auf mehrere CPU-Kerne verspricht das Team einen Leistungsschub von 15 bis 20 Prozent.
Regionaler Realismus: Frontlenker-Lkw und Auflieger
Ein Kritikpunkt vieler europäischer Nutzer war bisher die Optik des Straßenverkehrs, die oft sehr nordamerikanisch geprägt war. Mit Version 12.4.1 liefert Laminar Research jetzt Frontlenker-Lkw und passende Auflieger für die Szenerie-Bibliothek nach. Diese in Europa und Asien üblichen Lastwagen ohne die markante lange „Schnauze“ sorgen für ein deutlich authentischeres Bild außerhalb der USA.





Schotter-Texturen für Bush-Piloten

Auch Abenteurer kommen auf ihre Kosten. Die Schotter-Texturen wurden komplett überarbeitet. Wer gerne im Hinterland von Alaska oder dem Yukon unterwegs ist, findet jetzt wesentlich variablere und realistischere Oberflächen auf unbefestigten Landepisten vor.

Verbesserte Avionik und präziseres Wetter
Das beliebte G1000-Glascockpit erhält eine wichtige Funktion: Ein Wetterradar-Overlay auf der Karte des Multifunktionsdisplays (MFD). Piloten können jetzt Niederschlagsgebiete direkt neben ihrem Flugplan und dem Gelände sehen.
Beim Echtzeit-Wetter wurde ebenfalls nachgebessert. Plötzliche Temperatursprünge in großen Höhen wurden beseitigt. Zudem ist das System jetzt weniger „aggressiv“ beim Erzeugen von Gewitterwolken, sodass das simulierte Wetter besser mit den echten METAR-Berichten übereinstimmt.
Neue Hardware-Profile
Für Nutzer von Honeycomb-Hardware gibt es gute Nachrichten: Die neuen Geräte der „Lite“-Serie (Alpha und Bravo) sowie die Charlie-Ruderpedale und weitere Module werden nun nativ unterstützt und sind bereits vorkonfiguriert.

Verbesserungen bei Standard-Flughäfen
Abschließend wurden über das „Scenery Gateway“ insgesamt 310 Flughäfen aktualisiert. Dank der Community-Arbeit verfügen diese Plätze jetzt über korrekte Rollwege, aktuelle Startbahn-Daten und verbesserte Parkpositionen.
Alle Änderungen im Detail unter: What’s new in 12.4.1
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