Rowsfire A107 Pro im Test: Airbus-Feeling fürs Homecockpit
Ein möglichst realistisches Cockpit mit entsprechenden Hardwarelösungen gehört für immer mehr Flugsimulator-Piloten zu den großen Zielen. Mit dem A107 Pro bringt Rowsfire ein neues, kompaktes Overhead-Panel für Flugzeuge der Airbus-A320-Familie auf den Markt. Mit Abmessungen von 405 × 270 × 60 Millimetern handelt es sich dabei zwar nicht um eine strikte 1:1-Replik in Originalgröße, die Größe der Tasten und Schalter orientiert sich jedoch am echten Vorbild.
Wie hochwertig sind Verarbeitung und Materialien? Wie überzeugen Schalter und Drehregler in der Praxis? Wie gut funktioniert die Beleuchtung? Und vor allem: Wie unkompliziert lässt sich das Panel einrichten? Flightnews24 hat das Rowsfire A107 Pro fur euch getestet.
Lieferumfang und erster Eindruck
Das Testgerät kam unbeschädigt und sehr gut verpackt an.





Zum Lieferumfang gehören das A107 Pro, ein zwei Meter langes USB-Kabel (USB C für Panel auf USB A für PC Anschluss) und ein 44 seitiges Product Instruction Manual in englischer Sprache.

Positiv fiel bereits beim ersten Herausnehmen aus der Verpackung das vergleichsweise geringe Gewicht auf. Lediglich 2,4 Kilogramm bringt das A107 Pro auf die Waage. Im Test waren es exakt 2372 Gramm.

Trotz des moderaten Gewichts vermittelt das Panel sofort einen soliden und stabilen Eindruck. Der Aluminiumrahmen sorgt für eine hochwertige Anmutung und macht deutlich: Hier handelt es sich nicht um ein leichtes „Kunststoff-Spielzeug“ für den Schreibtisch.

Die Acrylfront besitzt eine Schutzfolie für Transport und Montage. Sie kann bei Bedarf auch länger auf dem Material verbleiben, lässt sich aber jederzeit leicht entfernen und hinterlässt eine sauber wirkende Oberfläche.

Verarbeitung und Material
Rowsfire setzt beim A107 Pro – wie erwähnt – auf einen Aluminiumrahmen und eine vier Millimeter starke Acrylfront mit HD-Druck und Schutzbeschichtung. Insgesamt hinterlässt das Panel einen hochwertigen und robusten Eindruck.

Besonders gelungen ist die Beschriftung. Diese ist scharf, klar und sauber ausgeführt. Auch bei näherem Hinsehen wirkt der Druck ordentlich und trägt zum insgesamt professionellen Erscheinungsbild bei.

Kleine Abzüge gibt es bei den weißen Kunststoffschaltern. Diese passen optisch nicht ganz so gut zum ansonsten hochwertigen Gesamteindruck. Ob das tatsächlich stört, dürfte allerdings auch eine Frage des persönlichen Geschmacks sein.

Insgesamt macht das A107 Pro einen stabilen Eindruck und fühlt sich deutlich hochwertiger an, als es das vergleichsweise geringe Gewicht zunächst vermuten lässt.
Montage und Ergonomie
Mit Abmessungen von 405 × 270 × 60 Millimetern ist das A107 Pro deutlich kompakter als ein Overhead in Originalgröße. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Das Panel lässt sich auch in einem normalen Sim-Setup, etwa auf dem Schreibtisch unterbringen, ohne dass sofort ein komplettes Homecockpit gebaut werden muss.

Auf der Rückseite befinden sich zudem VESA-Bohrungen im Format 100 × 100 Millimeter. Damit lässt sich das Panel flexibel montieren.

Rowsfire bietet dafür einen passenden höhenverstellbaren VESA-Ständer um 149,99
US-Dollar an. Dieser kann per Tischklemme oder Durchführung befestigt werden und ermöglicht es, das Overhead bequem über dem Monitor zu positionieren.

Wer hier etwas sparen möchte, dürfte aber auch mit einer handelsüblichen, verstellbaren VESA-Monitorhalterung ans Ziel kommen. Solche Modelle sind bereits günstiger erhältlich.
Installation: Tatsächlich Plug and Play
Bei Hardware für die Flugsimulation entscheidet nicht selten die Software darüber, ob aus einem guten Produkt ein unkompliziertes Werkzeug oder ein zeitaufwendiges Bastelprojekt wird. Genau hier konnte das Rowsfire A107 Pro im Test besonders überzeugen.
Für die Einrichtung wird zunächst die hauseigene Rowsfire App über die Homepage des Herstellers heruntergeladen. Anschließend genügt ein Klick auf die Setup-Datei, um die Installation zu starten.

Nach der Installation wurden sämtliche auf dem Test-PC vorhandenen und unterstützten Simulatorplattformen automatisch erkannt. Im konkreten Fall waren das der Microsoft Flight Simulator 2020, der Microsoft Flight Simulator 2024 sowie X-Plane 11 und X-Plane 12.
Anschließend wird das mitgelieferte USB-Kabel mit dem USB-C-Datenanschluss des Panels und einem freien USB-A-Port des PCs verbunden. Danach die Rowsfire App starten – fertig.

Ein zusätzlicher USB-Power-Anschluss ist zwar vorhanden, im Test jedoch nicht erforderlich gewesen. Die Stromversorgung über den Datenanschluss reichte vollständig aus.

Automatische Flugzeugerkennung
Unterstützt werden laut Hersteller unter anderem der Fenix A319, A320 und A321, der FlyByWire A32NX und der FSLabs A321 im Microsoft Flight Simulator 2020/2024 sowie der ToLiss A320 im X-Plane. Auch hier funktionierte die automatische Erkennung im Test problemlos. Bereits bei der Auswahl des Fenix A320 im Fllugzeugmenü des MSFS 2024 meldete das Running-Log-Fenster: „identifies as: Fenix A320“.

Im X-Plane 12 klappte die automatische Erkennung des ToLiss A320 ebenfalls perfekt.

Damit entfällt ein großer Teil der sonst oft notwendigen Konfigurationsarbeit.
Alles in allem verlief die Einrichtung erfreulich unkompliziert und tatsächlich vollständig nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Keine stundenlange Konfiguration, keine komplizierte Zuordnung einzelner Schalter und keine langwierige Fehlersuche.
Einfach installieren, anschließen und losfliegen!
Positiv fiel außerdem auf, dass für die Nutzung der Rowsfire App keine Registrierung erforderlich ist. Gerade bei Hardware-Begleitprogrammen (etwa bei der SimAppPro von WINCTRL) sind Benutzerkonten inzwischen zum Standard geworden. Der Verzicht auf eine verpflichtende Registrierung ist daher ein weiterer Pluspunkt.
Airbus-Feeling: Schalter und Haptik im Test
Ein Overhead-Panel lebt nicht allein von seinem Aussehen. Mindestens genauso wichtig ist das Gefühl bei der Bedienung. Hier hinterlässt das Rowsfire A107 Pro überwiegend einen sehr guten Eindruck. Die Kippschalter (Toggle Switches) verfügen über einen klar definierten Schaltweg und eine deutlich wahrnehmbare Rastung. Beim Betätigen entsteht ein angenehmes mechanisches Feedback, das die Bedienung deutlich authentischer wirken lässt.
Auch die Drucktaster (Pushbutton Switches bzw. „Korry-Switches“) überzeugen größtenteils. Sie bieten einen angenehm festen Widerstand und vermitteln nicht den Eindruck, versehentlich ausgelöst werden zu können.
Die Drehregler (Selector Switches), beispielsweise für WIPER oder ADIRS, lassen sich leicht und präzise bewegen und bieten ebenfalls eine überzeugende Haptik.
Schwachpunkt: FIRE-Pushbuttons mit zu viel Spiel
Nicht ganz überzeugen konnten dagegen die FIRE-Pushbuttons für ENG 1, ENG 2 und APU. Diese weisen im Test ein deutlich zu großes Spiel auf und wirken dadurch vergleichsweise wackelig.
Während die übrigen Bedienelemente einen überwiegend hochwertigen Eindruck vermitteln, passen die FIRE-Pushbuttons mechanisch nicht ganz zum ansonsten guten Gesamtbild. Ein echtes Problem bei der Funktionalität stellte dies im Test zwar nicht dar, bei einem Panel dieser Preisklasse wäre jedoch eine stabilere und hochwertigere Ausführung wünschenswert.
Beleuchtung: Einer der größten Pluspunkte
Die Beleuchtung hinterlässt im Test einen sehr überzeugenden Eindruck. Beschriftungen und Bedienelemente werden gleichmäßig ausgeleuchtet und sorgen besonders bei dunkleren Lichtverhältnissen für eine deutlich authentischere Cockpitatmosphäre. Besonders eindrucksvoll ist der Annunciator Light Test. Hier wird das gesamte Panel mit seinen Anzeigen aktiviert – ein Effekt, der im ersten Moment durchaus an einen kleinen „Christbaum“ erinnert und gleichzeitig zeigt, wie umfangreich die Beleuchtung umgesetzt wurde.
Auch die Overhead-Integralbeleuchtung trägt zum gelungenen Gesamteindruck bei. Weniger überzeugend war dagegen die Einstellung der Beleuchtungsstärke. Zwischen den Positionen BRT und DIM war im Test bei den Drucktasten kein deutlich wahrnehmbarer Helligkeitsunterschied festzustellen. Hier wäre eine stärkere Abstufung wünschenswert. Trotzdem bleibt die Beleuchtung insgesamt einer der klaren Pluspunkte des A107 Pro.
Keine spürbare Latenz bei der Bedienung
Ein weiterer, im täglichen Simulatorbetrieb besonders wichtiger Punkt ist die Reaktionszeit zwischen dem Betätigen eines Schalters am A107 Pro und der entsprechenden Aktion im virtuellen Cockpit.
Auch hier konnte das Rowsfire-Panel im Test überzeugen. Zwischen der Eingabe am physischen Overhead und der Reaktion im Cockpit des Microsoft Flight Simulator 2024 war keinerlei spürbare Verzögerung festzustellen. Schalterbewegungen, Taster und Drehregler wurden unmittelbar umgesetzt.
Preis: Kein Schnäppchen, aber durchaus konkurrenzfähig
Ein A320-Overhead-Panel gehört zweifellos nicht zu den günstigsten Anschaffungen für Flugsimulator-Piloten. Das Rowsfire A107 Pro wird regulär für 499,99 US-Dollar angeboten, was umgerechnet rund 430 Euro entspricht. Zum Veröffentlichungszeitpunkt des Tests (13.9.2026) war das Panel zum vergünstigten Einführungspreis von 449,99 US-Dollar erhältlich – also für etwa 390 Euro.
Im Vergleich zu umfangreicheren, aber erheblich teureren Homecockpit-Lösungen bewegt sich Rowsfire in einem interessanten, attraktiven Preisbereich. Vor allem dann, wenn man Verarbeitung, Funktionsumfang, Beleuchtung und die ausgesprochen einfache Einrichtung berücksichtigt.
Fazit
- Plus
- Sehr einfache Plug-and-Play-Einrichtung
- Keine Registrierung für die Rowsfire App erforderlich
- Automatische Erkennung unterstützter Simulatoren und Flugzeuge
- Gute bis sehr gute Verarbeitung
- Stabiler Aluminiumrahmen
- Klare und sauber ausgeführte Beschriftung
- Überwiegend überzeugende Schalter und Drehregler
- Unterstützung für MSFS 2020, MSFS 2024 sowie X-Plane
- MobiFlight-Unterstützung für individuelle Anpassungen
- Kompakte Abmessungen
- VESA-Bohrungen für flexible Montage
- Vergleichsweise geringes Gewicht
- Gute Alltagstauglichkeit und zuverlässiger Betrieb
- Minus
- FIRE-Pushbuttons mit deutlich zu viel Spiel
- Weiße Kunststoffelemente wirken nicht ganz so hochwertig wie der Rest
- Unterschied zwischen BRT und DIM bei der Beleuchtung im Test kaum wahrnehmbar
Technische Daten – Rowsfire A107 Pro
| Merkmal | Herstellerangabe |
|---|---|
| Produkt | Rowsfire A107 Pro A320 Overhead Panel |
| Preis | 499,99 US-Dollar |
| Aktueller Early-Bird-Preis | 449,99 US-Dollar |
| Abmessungen | 405 × 270 × 60 mm |
| Gewicht | ca. 2,5 kg Nettogewicht |
| Bruttogewicht | 4,0 kg (inklusive Verpackung) |
| Material Front | 4 mm Acryl, HD-Druck, Schutzfilm |
| Rahmen | Aluminiumlegierung |
| Platine | V4.0 SMT, gegenüber V3.1 überarbeitet |
| Anschluss | USB-A als Hauptanschluss |
| Zusätzliche Stromversorgung | USB-C, 5 V, Auxiliary Input |
| Montage | VESA 100 × 100 mm |
| Bedienelemente | Taktile Schalter mit definiertem Schaltweg und Rückstellung |
| Beleuchtung | Leistungsstarke hintergrundbeleuchtete LEDs |
| Software | RowsfireApp + MobiFlight |
| Plug & Play | RowsfireApp |
| Individuelle Konfiguration | MobiFlight |
| Unterstützte Simulatoren | MSFS 2020, MSFS 2024, X-Plane 12 |
| Fenix | A319 / A320 / A321 |
| FlyByWire | A32NX (NEO) |
| ToLiss | A320 |
| FSLabs | A321 |
| Stromversorgung | Ein USB-Anschluss für den normalen Betrieb; USB-C zur zusätzlichen Versorgung bei anspruchsvolleren Setups |
| Lieferumfang | A107 Pro Panel × 1, USB-Kabel × 1 |
| Verpackung | Farbige Verkaufsverpackung |
| Garantie | 1 Jahr |
| Rückgabe | 30 Tage |
| Versand | Weltweit kostenlos laut Hersteller |
| Support | Mehrsprachiger Support; Tutorials in Englisch, Deutsch und Französisch |
| Schrauben bei VESA-Montage | M4-Schrauben nicht länger als 10 mm verwenden |
Weitere Informationen gibt es auf der Herstellerseite unter: Rowsfire A107 Pro A320 Overheadpanel
Bis 28.9.2026 läuft überdies ein ROWSFIRE-Jubiläumsverkauf mit Rabatten bis zu 20 % auf angebotene Hardware.
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