Endlich! BlueBird 757 soll am 23. Oktober abheben…
Lang, lang ist’s her! Anfang 2022 hat BlueBird Simulations angekündigt, an der Umsetzung einer systemtiefen Boeing 757-200 für den Microsoft Flight Simulator zu arbeiten. Jetzt dürfte es nach mehr als viereinhalb Jahren intensiver Entwicklungsarbeit – aber wirklich – ernst werden. Auf der offiziellen BlueBird-Website wurde nun der Veröffentlichungstermin bekanntgegeben: Am 23. Oktober 2026 soll die Boeing 757 endlich erscheinen.
Damit endet eine ungewöhnlich lange Entwicklungsphase, die ursprünglich mit einem deutlich früheren Erscheinungstermin begann. Bei der Ankündigung des Projekts im Februar 2022 war zunächst ein Release im ersten Halbjahr 2023 angepeilt worden. Der lange Weg war zudem von einem grundlegenden Neustart des Projekts geprägt: Teile der bisherigen Entwicklung wurden überarbeitet beziehungsweise neu aufgebaut, was den Zeitplan weiter nach hinten verschob.
Das Flugzeug ist „fast fertig“
Nach Angaben von BlueBird Simulations liegt die 757 inzwischen weitgehend fertig vor. An Systemen, Flugmodell, Sounds und Avionik werde derzeit nur noch der letzte Feinschliff vorgenommen. Der Grund für den zusätzlichen Zeitbedarf liegt laut Entwickler allerdings nicht mehr ausschließlich im Flugzeug selbst.

Viel Arbeit sei zuletzt in die technische Infrastruktur hinter dem Produkt geflossen. Dazu gehören unter anderem Aktivierungs- und Lizenzierungsdienste, Download-Systeme, Webportale und ausreichend Serverkapazität. Schließlich soll das System am ersten Verkaufstag auch mit einer großen Zahl gleichzeitiger Downloads zurechtkommen.
MSFS 2024 zunächst kompatibel
Auch die aktuelle Beta von Sim Update 7 für den Microsoft Flight Simulator 2024 spielt bei den letzten Vorbereitungen eine Rolle. BlueBird hat nach eigenen Angaben einige Besonderheiten festgestellt, die bis zum Release behoben werden sollen.
Zum Start soll die 757 mit MSFS 2020 und MSFS 2024 funktionieren. Die vollständig native MSFS-2024-Version soll später als kostenloses Update folgen.
Systemtiefer 757-Airliner
Bei der Simulation setzt BlueBird Simulations auf eine umfangreiche Systemtiefe. Unter anderem werden ein eigens entwickeltes FMC, zahlreiche simulierte Systeme und eine große Zahl funktionsfähiger Circuit Breaker, also Sicherungen, geboten. Auch das Flugmodell wurde mit Unterstützung von 757-Piloten getestet. Zur Auswahl stehen die beiden Triebwerksvarianten Rolls-Royce RB211 und Pratt & Whitney PW2000.

Zum Paket gehört außerdem nicht nur die 757-200. Die 757-300 soll nach dem Start kostenlos ergänzt werden. Damit erhalten Käufer des Basispakets beide Passagiervarianten, während die später geplante 757F als Frachter separat gekauft werden muss.
80 Dollar für das Gesamtpaket
Der Preis für die 757-200/300 steht bereits seit längerer Zeit fest: 80 US-Dollar, zuzüglich der jeweils geltenden Mehrwertsteuer. Brutto also rund 95 US-Dollar, je nach Wechselkurs etwa 80 bis 85 Euro.
Erhältlich sein soll die 757 zunächst direkt über die BlueBird-Website sowie bei Just Flight.
Kleine Fehler zum Start möglich
BlueBird geht trotz der langen Entwicklungszeit nicht davon aus, dass die 757 am ersten Tag vollkommen fehlerfrei sein wird. Die Entwickler weisen ausdrücklich darauf hin, dass ein komplexer Airliner mit seiner Vielzahl an Systemen und möglichen Hardware-Konfigurationen kaum vollständig unter allen Bedingungen getestet werden kann. Wörtlich heißt es:
So sehr wir uns auch um einen absolut reibungslosen Starttag bemühen – die Vergangenheit hat gezeigt, dass es nahezu unmöglich ist, ein komplexes, hochpräzises Verkehrsflugzeug zu liefern, das zu 100 % fehlerfrei ist.
Das Team rechnet deshalb damit, dass nach der Veröffentlichung kleinere Fehler auftauchen können und kündigt schnelle Korrekturen und Updates an. Aber das gehört in der Flugsimulation zum gelebten Standard.
Nach mehr als viereinhalb Jahren Entwicklung ist jedenfalls jetzt erstmals ein konkretes Datum im Kalender vermerkt: der 23. Oktober 2026.
Das gesamte Posting von BlueBirds findet ihr unter: 757 Official Releas Date
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