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VECTOR 787-9: Weniger als drei Monate bis zum Release…

VECTOR hat das dritte Development Update zur 787-9 veröffentlicht. Das Projekt befindet sich laut Entwickler inzwischen tief in der internen Beta-Phase. Bereits kommende Woche soll der sogenannte „Content Complete“-Status erreicht werden. Danach stehen vor allem Feinschliff, Optimierung, Validierung und umfangreiche Tests auf dem Programm.

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Systeme weitgehend fertig

Die Alpha-Phase ist abgeschlossen, die zentralen Systeme sind implementiert und werden im Zusammenspiel getestet. Dazu gehören unter anderem Elektrik, Hydraulik, Treibstoffsystem, Airport Moving Map (AMM), Wetter- und Terrain-Radar, TCAS, Checklisten, Wartungsumgebung und Synoptics.

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Der Schwerpunkt liegt inzwischen auf dem Zusammenspiel der Systeme und auf Sonderfällen. Auch Reaktionszeiten, Seitenwechsel, Symbole, Schriften und das Verhalten der Displays sollen sich möglichst eng am realen Vorbild orientieren. Die AMM nutzt dabei Boeing-typische Symbologie und soll mit detaillierten wie auch standardmäßigen Flughäfen funktionieren. Wetterradar, Terrain Radar und TCAS sind ebenfalls tief in das Flugzeug integriert.

Boeing-EFB mit 53 Seiten

Besonders detailliert fällt das integrierte Boeing-EFB aus. VECTOR bildet das System auf Basis der Originaldokumentation und umfangreicher Tests am realen Gerät nach – einschließlich der Eigenheiten und vergleichsweise langen Ladezeiten.

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Aktuell umfasst das EFB 53 Seiten für Bereiche wie Start- und Leistungsberechnungen, Flugzeugkonfiguration, Warnungen, Karten, Navigation und Flugplanung. Modernisiert oder vereinfacht wurde das System bewusst nicht: Es soll sich wie das EFB der echten 787 bedienen.

VPAD bündelt Simulator-Funktionen

Als Gegenstück zum realen Flugzeugsystem dient das VPAD. Dort werden Funktionen untergebracht, die speziell den Betrieb im Simulator erleichtern. Dazu zählen unter anderem SimBrief, Navigraph, LIDO Charts, die Flugplanung des MSFS, Tastatureingaben, Türsteuerung und Bodenservices.

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Auch Funktionen wie automatische Step Climbs oder eine Pause am Top of Descent gehören zum VPAD. Navigraph-Nutzer können ihre Charts verwenden, alternativ stehen Microsoft-Flight-Simulator- und LIDO-Funktionen ohne zusätzliches Abonnement zur Verfügung.

Flugmodell wird weiter verfeinert

Bei den Flight Dynamics geht es inzwischen vor allem um die Feinabstimmung. VECTOR will nicht nur Leistungsdaten treffen, sondern auch das typische Verhalten einer schweren 787 vermitteln – einschließlich Masse, Trägheit, Steuerreaktionen, Taxi-Verhalten, Energieabbau sowie Start und Landung.

Dafür werden zahlreiche Starts und Landungen mit unterschiedlichen Gewichten, Konfigurationen, Wetter- und Bahnbedingungen durchgeführt. Auch LNAV und VNAV werden unter realistischen Bedingungen weiter getestet.

Cockpit, Triebwerke und Kabine

Das Cockpit befindet sich laut VECTOR in der finalen visuellen Überarbeitung. Funktional seien die geplanten Schalter, Anzeigen und Interaktionen bereits vorhanden. Nun stehen Details wie Materialien, Reflexionen, Beleuchtung und Modellierung im Mittelpunkt.

Bei den Triebwerken werden sowohl GE GEnx-1B als auch Rolls-Royce Trent 1000 angeboten. Beide Varianten erhalten eigene Modellierungen, Flugmodelle und Sounds. Nach zusätzlicher Recherche und neuen Referenzmaterialien wurden Geometrie, Fan, Gondeln, Pylone und zahlreiche kleinere Details nochmals überarbeitet.

Die Kabine wird vollständig mit Business, Premium Economy und Economy umgesetzt. Als visuelle Referenz dient die United-787-9, einschließlich Polaris-Business-Class. Gleichzeitig sollen sich Innenraumfarben und Texturen über das Paintkit anpassen lassen. Galley, Toiletten, Türen und die elektronisch dimmbaren Fenster sind funktional umgesetzt. Zusätzlich ist eine Variante ohne Passagierkabine für bessere Performance vorgesehen.

Fahrwerk und Flügel im Detail

Auch Fahrwerk und Fahrwerksschacht werden detailliert modelliert. Besonderes Augenmerk gilt Bereichen, die bei Walkarounds und Bodenoperationen sichtbar werden.

Die Flügel erhielten – ähnlich wie die Triebwerke – einen weiteren Genauigkeitsdurchlauf. Dabei wurden Geometrie, Struktur, Krügerklappen, Slats, Flaps, Spoiler und Beleuchtung überarbeitet. Ein besonderes Thema bleibt der charakteristische Wing Flex der 787. Seine Bewegung soll abhängig von Geschwindigkeit, Gewicht, Belastung, Turbulenzen und Flugphase realistisch wirken und wird deshalb weiterhin intensiv verfeinert.

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Optimierung und Look Development

Das komplette Flugzeug ist inzwischen modelliert. Der Fokus des Art-Teams liegt auf Level-of-Detail-Stufen, Optimierung, Genauigkeit und dem sogenannten Look Development. Überflüssige Geometrie und Materialien werden reduziert, ohne die visuelle Qualität zu beeinträchtigen.

Parallel werden Materialien, Oberflächen, Transparenz, Farben und Lichtreflexionen verfeinert. Dazu kommen Gebrauchsspuren wie Schmutz, Kratzer und Fingerabdrücke, damit die 787 nicht künstlich neu wirkt.

Animationen und Sound

Auch bei den Animationen geht es hauptsächlich um Feinarbeit. Bewegungsabläufe von Schaltern, Hydraulik, Türen, Fahrwerk, Klappen und Spoilern werden anhand von Messungen, technischen Zeichnungen und realen Beobachtungen abgestimmt.

Für den Sound wurden rund 80 Stunden Aufnahmen erstellt. Daraus entstanden mehr als 400 einzelne Aufnahmen von echten 787-Flugzeugen. Berücksichtigt werden unterschiedliche akustische Eindrücke im Cockpit und in der Kabine sowie Triebwerke, Luftströmungen, Lüftung, elektrische Systeme und mechanische Geräusche.

Umfangreiche Flugtests

Tests nehmen inzwischen einen großen Teil der Entwicklungszeit ein. Geprüft werden Systeme, Systemzusammenspiel, Navigation, Leistungsberechnungen, Flugzeugkonfigurationen und Fehlerfälle. Zusätzlich fliegt das Team zahlreiche reale 787-Strecken und testet SIDs, STARs und Anflüge unter unterschiedlichen Bedingungen.

Ein Teil dieser Testflüge ist über Volanta öffentlich zu verfolgen. Entsprechende Termine kündigt VECTOR auf Discord an.

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Entwicklung in Zahlen

Hier ein paar von VECTOR veröffentlichte Zahlen, die verdeutlichen sollen, wie umfangreich das Projekt inzwischen ist:

BereichUmfang
MFD-Checklisten323
Umfang der MFD-Checklistenca. 575 Seiten
Tablet-Checklisten82
Einzelne Checklisteneinträge1.079
Außeninspektionsbereiche19
Walkaround-Kontrollpunkte97
VPAD-Apps8
VPAD-Tabs13
VPAD-Seiten26

Video-Teaser steht bevor

Wer die 787 endlich in Bewegung sehen möchte, muss nicht mehr lange warten. VECTOR kündigt einen eigenen Video-Teaser an, der Systeme, Flugzeug und Simulator-Umsetzung zeigen soll. Die im aktuellen Update gezeigten Elemente seien bereits funktional im Flugzeug integriert und keine Mock-ups. Lediglich Bereiche wie Wing Flex, Beleuchtung und Look Development erhalten noch den letzten Feinschliff.

Externe Beta startet bald

Auch die externe Beta soll in Kürze beginnen. Dabei geht es laut VECTOR nicht lediglich um frühen Zugriff, sondern um möglichst viele Flugstunden, das Aufdecken von Fehlern und Sonderfällen sowie die Validierung des gesamten Flugzeugs.

Weniger als drei Monate bis zum Release

VECTOR sieht die 787-9 inzwischen im finalen Anflug. Zitat:

Weniger als drei Monate vor dem Ziel.

Also nicht einmal drei Monate verbleiben noch bis zur geplanten Veröffentlichung. In den kommenden Wochen sollen interne Tests, die externe Beta sowie die letzten Arbeiten an Systemen, Flugmodell, Performance, Sound, Beleuchtung und Look Development parallel weiterlaufen.

Zudem will VECTOR die Frequenz offizieller Entwicklungsupdates deutlich erhöhen. Übrigens: Nach der 787-9 sollen später auch die 787-10 und 787-8 folgen.

Das gesamte Entwicklungsupdate findet ihr unter: Development Update 3

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