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Vector 787-9: Das versprechen die Entwickler

Es war eine ziemliche Überraschung, als im Februar 2026 das bis dahin unbekannte Entwicklerteam VECTOR eine systemtiefe Boeing 787-9 für den Microsoft Flight Simulator 2024 ankündigte. Jetzt gibt es in einem ausführlichen Entwicklungs-Update Neuigkeiten zum Projekt. Darin kündigen die Entwickler nicht weniger als eine vollständige Nachbildung der Boeing 787-9 auf System-, Flug- und visueller Ebene an – ohne vereinfachte Platzhalter oder erst später nachgereichte Funktionen.

Fokus auf echte Systemsimulation

Im Mittelpunkt steht laut VECTOR ein kompromisslos realistischer Ansatz. Statt Systeme lediglich optisch darzustellen oder vereinfacht zu simulieren, soll die 787-9 auf sogenannter „schematic level“-Basis entwickelt werden. Das bedeutet: Systeme wie Hydraulik, Elektrik, Treibstoffversorgung oder Flugsteuerung arbeiten miteinander vernetzt und reagieren dynamisch auf Eingaben, Defekte und Betriebszustände. Besonders hervorgehoben wird das Treibstoffsystem. Kraftstoff soll sich virtuell physikalisch durch Leitungen, Ventile und Pumpen bewegen – inklusive realistischer Auswirkungen auf Flugzeugverhalten und Systemlogik. Gleiches gilt für Druck-, Temperatur- und Sensorsysteme. Selbst kleine Details wurden berücksichtigt: Wer im Cockpit wiederholt die Sauerstoffmasken testet, soll den Sauerstoffvorrat tatsächlich aufbrauchen können.

Komplexe Avionik und realistisches FMC

Auch die Avionik wurde laut Entwicklerteam vollständig neu aufgebaut. Dazu gehören unter anderem FMC, CDU, EFIS, TCAS und das Autopilotensystem AFDS mit LNAV- und VNAV-Funktionalität. Die Flugmanagementsysteme sollen reale Einschränkungen übernehmen – etwa die Begrenzung auf 149 Wegpunkte pro Route, wie sie auch in der echten Boeing 787 existiert.

Parallel dazu entsteht ein vollständig integriertes Boeing-EFB mit Kartenmaterial, Leistungsberechnungen und Pilotentools. Ergänzend entwickelt VECTOR mit dem „VPad“ ein eigenes Tablet-System für Komfortfunktionen wie SimBrief-Integration, Navigraph-Charts, Ground Services oder beschleunigte Betankung und IRS-Ausrichtung.

Checklisten mit Trainingsanspruch

Auch bei der Checklisten-Logik will das Team neue Maßstäbe setzen. Rund 700 Seiten sollen laut VECTOR so detailliert umgesetzt worden sein, dass mehrere reale 787-Piloten das System als potenzielles Trainingswerkzeug für Simulator-Sessions bezeichnet hätten. Selbst das Hochfahren der Systeme soll realitätsnah ablaufen. Nach dem Einschalten der Batterie und dem Anschluss der Bodenstromversorgung dauert es mehrere Minuten, bis das Flugzeug vollständig hochgefahren ist.

Realistische Optik und dynamische Flügel

Visuell setzt VECTOR ebenfalls auf maximale Authentizität. Genannt werden dynamische Materialalterung, realistische Verschmutzungen, detaillierte Frachträume und das elektronische Verdunklungssystem der 787-Fenster. Besonders im Fokus steht die charakteristische Flügelbiegung (wingflex) des Dreamliners, die mithilfe eines eigenen physikalischen Simulationssystems abhängig von Geschwindigkeit, Wetter und Belastung dargestellt werden soll.

Flugmodell mit Fokus auf Gewicht und Präsenz

Beim Flugmodell verspricht das Team ein realistisches Verhalten eines modernen Widebody-Flugzeugs. Die Maschine soll ihr Gewicht beim Rollen, Starten und insbesondere bei der Landung glaubwürdig vermitteln.

Keine „Platzhalter“ zum Release

Bemerkenswert ist zudem die klare Aussage der Entwickler zum Umfang der Veröffentlichung: Sämtliche gezeigten Funktionen sollen bereits existieren und zum Release vollständig enthalten sein. Geplante Features oder nachträgliche Ergänzungen werde es laut VECTOR nicht geben. Die Veröffentlichung der Vector 787-9 ist derzeit für Ende 2026 geplant. Bis dahin wollen die Entwickler in weiteren „Spotlight“-Beiträgen einzelne Systeme und Technologien detaillierter vorstellen.

Das vollständige Entwicklungs-Update findet ihr unter: The Vector Boeing 787-9

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