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Paukenschlag: LVFR kündigt A380 für MSFS 2024 an

Völlig überraschend hat LatinVFR einen A380-800 für den Microsoft Flight Simulator 2024 angekündigt. Der für seine Einsteiger-Airbus-Add-ons bekannte Entwickler verspricht eine detaillierte Umsetzung des vierstrahligen Großraum-Langstreckenflugzeugs.

Es ist voll auf dem virtuellen Rollfeld…

Während FlyByWire mit dem kostenlosen A380X bereits eine beachtliche Duftmarke gesetzt hat und das renommierte Studio iniBuilds an einer hochdetaillierten Umsetzung für dieses Jahr arbeitet, grätscht nun unvorhergesehen ein dritter Akteur dazwischen. LatinVFR (LVFR) verspricht nicht weniger als eine von Grund auf neu gebaute Umsetzung, die die modernen Rendering- und Aerodynamik-Kapazitäten des MSFS 2024 voll ausschöpfen soll.

Die Versprechen

Blickt man rein auf die angekündigten Spezifikationen, zieht LatinVFR einige beachtliche Register. Das Flugzeug soll sowohl mit den Triebwerken vom Typ Rolls-Royce Trent 970 als auch mit dem Engine Alliance GP7200 ausgeliefert werden – inklusive individueller Leistungsdaten und FADEC-Logik.

Besonders hervorzuheben sind die angekündigten Avionik-Features:

  • Umfangreiches FMS: Unterstützung für SIDs, STARs, Approaches, Holds, DIR TO, step climbs, secondary F-PLNs, sowie erweiterte Tools, darunter ETP, FIX INFO, OFFSET sowie TIME MARKER
  • Automatisierung nach Airbus-Standard: Ein vollständig umgesetztes Autopiloten- und Autothrust-System mit CLB, DES, ALT, V/S, FPA, NAV, LOC, G/S, GP, SRS, FLARE und ROLLOUT. CAT-3-Dual Autoland und autonome Step-Climbs an vordefinierten Fixpunkten.
  • Tiefe Systemarchitektur: Simuliertes Bremssystem mit Brake-to-Vacate (BTV) bei vorhandenen Navigraph-Daten, Live-ECAM mit rund 80 Warn- und Statusmeldungen sowie eine dreikanalige Hydraulik (G/Y/B), Elektrik (AC/DC/BAT), das computergestützte Treibstoff-Managementsystem FQMS mit mehreren Tanks, automatischen Umschaltungen und Erkennung von kaltem Kraftstoff.

Auch optisch verspricht der Entwickler viel Liebe zum Detail. 20 Lackierungen verschiedener Fluggesellschaften, sowohl für die RR- als auch für die GP-Variante. Zwei Kabinenkonfigurationen – eine Standardkabine und eine Premium-Kabine im Emirates-Design, die jeweils originalgetreu an die realen Betreiber angepasst und durchgehend über hochdetaillierte Sitz-, Verkleidungs- und Deckenmodelle verfügen sollen. Neben nativer CFD-Aerodynamik (Computational Fluid Dynamics) soll ein progressives Verschleißsystem dafür sorgen, dass der König der Lüfte über mehrere Flüge hinweg Bremsstaub, Ruß und Hydraulikspuren ansetzt. Sogar regionaler „Emirates Wüstensand“ soll auf entsprechenden Lackierungen mit der Zeit festzustellen sein.

Einen ersten optischen Leckerbissen liefert das Studio in diesem Ankündigungsvideo:

Releasedatum und Preis stehen noch aus. Es dürfte aber nicht mehr allzu lange bis zur Veröffentlichung dauern.

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