Vector 787-9: Systemtiefe im Fokus
Auf der FSExpo in Saint Paul, Minnesota, hat das neue Entwicklerstudio Vector tiefergehende technische Details zu seinem Erstlingswerk, einer Boeing 787-9 für den Microsoft Flight Simulator 2024, präsentiert.

Standen beim ersten Auftritt auf dem FSWeekend im März noch die Grundlagen im Zentrum, konzentrierte sich die Präsentation diesmal ganz darauf, wie die einzelnen Flugzeugsysteme ineinandergreifen.
Ein Cockpit voller Interaktionen
Anstatt Funktionen einzeln und isoliert zu programmieren, setzt Vector auf ein physikalisch logisches Ökosystem. Am Beispiel des Hydrauliksystems demonstrierten die Entwickler auf den Synoptik- und Wartungsseiten, wie sich Flüssigkeiten realitätsgetreu durch Leitungen bewegen. Wird Druck aufgebaut, reagieren die Pumpen mit präzisen, zeitlich exakt abgestimmten Messwerten und schalten sich eigenständig ein oder aus.

Jede technische Komponente basiert direkt auf originalen Konstruktionsplänen und verhält sich exakt so, wie es die reale Dokumentation vorschreibt.
Drei EFB-Varianten
Um maximale Flexibilität zu bieten, unterstützt die Maschine gleich drei digitale Tablets: das originale Boeing-EFB, das hauseigene vPad von Vector sowie das Standard-EFB von Microsoft. Die Boeing-Variante wurde mit internen Werkzeugen bis ins Detail analysiert, um jede Unterseite und Menüfunktion eins zu eins nachzubilden.
Umfangreiches Checklisten-System
Das integrierte Boeing-Checklistensystem umfasst in der Realität rund 700 Seiten mit über 3.300 einzelnen Prüfpunkten. Vector simuliert diese vollständig – aufgeteilt in normale Abläufe, Zusatzverfahren und Notfall-Checklisten.

Präzise Typografie
Um das Cockpit-Gefühl perfekt zu machen, wurden sämtliche Schriftarten und Anzeigegrößen originalgetreu nachgebaut.

Eigene Soundaufnahmen
Das Team führt Aufnahmen an echten Boeing 787 durch, um eine authentische Kulisse zu gewährleisten. Hörproben dazu sollen in einem späteren Update folgen.

Verzicht auf Platzhalter zum Release
Ein wichtiges Versprechen gaben die Entwickler bezüglich des Lieferumfangs ab: Zum Veröffentlichungstermin soll die Langstreckenmaschine vollständig funktionsfähig sein. Alle gezeigten Features befinden sich bereits in der aktiven Nutzung oder der finalen Phase der Entwicklung.
Es wird zum Release keine nachträglich gelieferten Kernfunktionen oder leere Platzhalter geben. Die Veröffentlichung ist noch in diesem Jahr geplant. Preis wurde bislang keiner genannt.
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